Neutralisationseinheit
passend für Weishaupt Brennwertmodul WBM-G.
Montage der Neutralisationsbox am Öl-Brennwertmodul:

Funktion:
Das Kondensat aus Kessel und Abgasleitung gelangt über den Kondensatanschluss (passender Schlauch ist im Lieferumfang des Brennwertsystems enthalten) zur Vorreinigung in die erste Kammer der Neutralisationsbox. Diese ist mit Aktivkohle gefüllt, um Kohlenwasserstoffe und organische Substanzen aufzunehmen. Nach der Vorreinigung gelangt das Kondensat in die zweite mit Marmorgranulat gefüllte Kammer. Durch die Verweildauer des Kondensates in dieser Kammer wird der pH-Wert durch Reaktion des Kondensates mit dem Marmorgranulat angehoben (neutralisiert). Die Ableitung des neutralisierten Kondensates erfolgt über den Kondensatablauf (nicht im Lieferumfang enthalten) in den Abfluss.
Das Kondensat kann je nach Schwefelgehalt des verwendeten Heizöls einen hohen Säuregehalt aufweisen und somit ätzend wirken. Bei den Arbeiten geeignete Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille / Gesichtsschutz tragen.
Inbetriebnahme:
Vor der Inbetriebnahme muss sicher gestellt sein, dass
- die gefüllten Filtersäcke so in den Behälterseiten eingesetzt sind, dass eine gleichmäßige Verteilung des jeweiligen Granulats in der Neutralisationseinrichtung gewährleistet ist. Auch die Ecken des Behälters müssen ausgefüllt sein.
- das Kondensat muss zuerst durch den Filtersack mit Aktivkohle und dann durch den Filtersack mit Neutralisationsmittel strömen.
- die Neutralisationseinrichtung an einem geeigneten Platz, möglichst in der Nähe des Brennwert-Modules waagerecht und standsicher aufgestellt ist (Eintritt und Austritthöhe sowie notwendige Gefälle beachten).
- der Kunststoffspiralschlauch mit der Muffe dicht auf dem Zulaufstutzen der Neutralisationsbox aufgeschoben und mit einer Schlauchschelle gesichert ist.
- der Deckel absolut korrekt und fest sitzt.
- am Kondensataustritt die Ableitung des gereinigten Kondensates sichergestellt ist (auf maximale Verlegehöhe achten).
- die Neutralisationseinrichtung vor der ersten Inbetriebnahme einmalig mit Wasser bis in die Höhe des Kondensataustritts befüllt ist.
Wichtig: Der Kunststoffspiralschlauch vom Siphon zur Neutralisationseinrichtung muss ein stetiges Gefälle >3° aufweisen. Der Kunststoffspiralschlauch darf keinen Siphon bilden und ist bei Bedarf entsprechend abzulängen.
Wartung:
Jährliche Kontrolle auf freien Kondensatabfluss und Überprüfung des pH-Wertes zusammen mit der jährlichen Kessel-/ Brennerwartung. Bei pH-Werten < 6,5 ist die Aktivkohle und das Neutralisationsmittel zu wechseln. Ggf. vorhandene Rückstände in der Neutralisationsbox sind zu beseitigen.