Digitalregler WRD 1.1 für Weishaupt WTG
als Nachfolger für den Analogregler WRA1.1
In der Reglerfamilie WRD1.1 wird der Begriff Pumpenheizkreis verwendet. Im Prinzip handelt es sich hier um einen Kesselheizkreis mit eigener Pumpe. Da im Zusammenhang mit der WTC Brennwerttherme auch ein Kesselkreis ohne eigene Pumpe Verwendung finden kann.
Der WRD 1.1 Regler bietet gegenüber dem Analog-Heizungsregler WRA 1.1 verschiedene technische Funktionsvorteile:
- Einsatz bei Anlagen mit einem Pumpenheizkreis oder einem Mischerheizkreis.
- Vier mögliche Führungsarten der Kesseltemperatur:
- Lastführung
- Witterungsführung mit Lasteinfluß
- Witterungsführung mit Raumtemperatureinfluß
- reine Witterungsführung.
- Anzeige verschiedener Temperaturen, Uhrzeit und Schaltzeiten.
- Einfache Erstellung eines individuellen Heizprogrammes.
- Auf das werkseitig eingegebene Standard-Zeitprogramm kann jederzeit zurückgegriffen werden.
- Automatisch wirkender Brauchwasserpush und selbsttätige Erkennung eines angeschlossenen Brauchwasser-Temperaturfühlers.
- Anschlußmöglichkeit des digitalen Raumgerätes QAA 50 und des Komfort-Raumgerätes QAA 70 mit digitaler Anzeige und direkter Zugriffsmöglichkeit zur Einstellung
des Heizungsreglers.
Darüber hinaus stehen eine Vielzahl von automatisch wirkenden Funktionen zur Verfügung:
- Kesselanfahrentlastung
- Kesseltemperatur-Min.-Begrenzung
- Kesseltemperatur-Max.-Begrenzung
- Schnellaufheizung
- Schnellabsenkung
- Tagesheizgrenzenautomatik
- Vorlauftemperatur-Max.-Begrenzung
- Wahlweise Brauchwasserladung mit absolutem Vorrang oder parallel zur Heizung
- Gebäude- und Anlagenfrostschutz
- Überhöhung des Raumtemperatursollwertes bei Schnellaufheizung
- Automatischer Pumpennachlauf
- Pumpenschutzfunktion (Pumpenkick)
Der Regler WRD 1.1 ist mit einem Diagnosesystem ausgerüstet, mit welchem sowohl die Fühlereingänge als auch die Relaisausgänge überprüft werden können. Er besitzt eine digitale Schnittstelle, über welche mittels des Handbediengerätes AZW 75 als Interface eine Datenaufzeichnung mit Hilfe eines PC’s vorgenommen werden kann. Für die Einstellung des Reglers sind keine zusätzlichen Hilfsmittel notwendig.
Lastführung:
Als zusätzliche Führungsgröße für die Kesselwassertemperatur ist beim neuen Regler WRD 1.1 auch eine Lastführung möglich. Untersuchungen haben gezeigt, daß mit zunehmender Wärmedämmung die Außentemperatur als Führungsgröße an Bedeutung verliert, da sie für den tatsächlichen Wärmebedarf nicht mehr direkt repräsentativ ist. Als Alternative zur aumtemperaturaufschaltung gibt es die reine Lastführung sowie eine Witterungsführung mit Lasteinfluß. Der Kesseltemperatur-
Sollwert wird hierbei dem Wärmebedarf der Heizungsanlage angepaßt, so daß auch Fremdwärme auf eine Kesseltemperatur-Reduzierung wirken kann. Darüber hinaus
entfallen die Kosten für die Montage und die Leitungsverlegung zum Außentemperaturfühler.
Die Lastführung ist eine gleitende Führung des Kesseltemperatur-Sollwertes, entsprechend der aktuellen Kesselbelastung. Mit zunehmendem Wärmebedarf der Heizkreise wird die Kesseltemperatur erhöht bzw. bei abnehmendem Wärmebedarf entsprechend gesenkt.
Für eine einwandfreie Funktion der Lastführung ist es erforderlich, daß alle Radiatoren bzw. Konvektoren in den beheizten Räumen mit Thermostatventilen ausgerüstet werden. Die Lastführung ist nur bei einem Pumpenheizkreis einsetzbar.
Die aktuelle Kesselbelastung wird aus dem Einschaltverhältnis des Brenners ermittelt. Hierbei wird über den Schaltzyklus des Brenners die jeweilige Einschaltzeit gemessen. Über die ermittelte Kessellast wird aufgrund der eingestellten Lastkennlinie der Kesselsollwert gebildet. Die Lastkennlinie wird in vergleichbarer Weise eingestellt, wie die Heizkennlinie, die den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Vorlauftemperatur bestimmt.
Im Blockdiagramm ist die Kesseltemperaturregelung über Lastführung dargestellt. Weiter wird gezeigt, wie über die Lastermittlung und über die eingestellte Lastkennlinie der Kesseltemperatur-Sollwert gebildet wird.

Hinweis zum Geräteaustausch WRD 1.1 als Ersatz für WRA 1.1:
Generell ist der Anschluß des Heizungsreglers WRD 1.1 identisch mit dem des WRA 1.1. Die Abmessungen des Reglers sind so, daß ein Geräteaustausch problemlos möglich ist. Das bisher beim WRA 1.1 verwendete Raumgerät QAA 52 ist nicht mit dem Heizungsregler WRD 1.1 zusammen zu betreiben. Der Regler WRD 1.1 ist für den Anschluß der digitalen Raumgeräte QAA 50 und QAA 70 ausgelegt. Der beim WRA notwendige Brückungsstecker 10 ist nicht erforderlich.